Winter's Bone *

Original: Englisch
Gelesen: Englisch
Erschienen: 1. Juni 2010 bei Back Bay Books (Deutscher Titel "Winters Knochen", erschienen bei Liebeskind und Heyne)
Bewertung: ❤


Ree's Vater wurde beim Herstellen von Crystal Meth erwischt und kam auf Kaution frei. Sollte er jedoch nicht zum angesetzten Gerichtstermin erscheinen, verliert die in ärmlichen Verhältnissen lebende Familie ihr ganzes Hab und Gut. Die 16-jährige Ree macht sich nun auf die Suche nach ihrem verantwortungslosen Vater, während sie sich gleichzeitig um ihre beiden jüngeren Brüder und ihre pflegebedürftige Mutter sorgen muss.
In einer Gegend wo jeder jeden kennt und mit jedem über irgendeinen Winkel mit dem anderen verwandt ist, ist der Zusammenhalt unter Gleichgesinnten und Familien sehr eng. Das macht es Ree nicht gerade einfach, an Informationen über ihren Vater zu kommen. Denn niemand schwärzt gerne den anderen an.

Sprache
Tja, was sag ich über die Sprache... Da wir uns hier in der tiefsten Provinz der Südstaaten Amerikas befinden, treffen wir natürlich auch auf den entsprechenden Slang. Dieser kommt für die eher ungeübten oder mit dem Englischen nicht ganz so intensiv vertrauten Leser sehr schwer und kompliziert rüber. Es werden Wörter oder gar halbe Sätze verschluckt oder miteinander verbunden und die zu entziffern ist nicht immer einfach.
Dazu kommt noch die Erzählweise des Autors. Manchmal versucht er krampfhaft poetisch zu sein, was dazu führte, dass ich überhaupt nicht verstand, was er eigentlich sagen wollte.
Ebenfalls ist die Story teilweise sprunghaft und man hat immer mal wieder das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben.

Fazit
Dieses Buch hat mich ganz und gar nicht befriedigt und eigentlich bereue ich die investierte Zeit. Ich konnte für keinen der  Charaktere eine Sympathie entwickeln. Im Grunde war mir egal, was mit ihnen passierte. Die Storyline hörte sich wohl spannend an, in Wahrheit war sie jedoch schleppend und schlichtweg langweilig. Die Personen haben sich nicht weiterentwickelt, obwohl sie dies bei ihrer Flachheit dringend nötig hatten.
Alles in allem kann nicht verstehen, warum dieses Buch eine so gute Bewertung erhalten hat und sogar ein Film daraus gemacht wurde.

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